Durch die Heidevegetation und ihr typisches Klima entstehen Lebensräume für eine Vielzahl teilweise seltener und gefährdeter Tierarten, beispielsweise für Wildbienen. Auch europaweit geschützte Vogelarten brüten in der Mehlinger Heide, wie zum Beispiel die Heidelerche und der Ziegenmelker, der sich durch seinen „schnurrenden“ Gesang auszeichnet. Seinen Namen verdankt er einem alten Volksaberglauben bzw. seiner Vorliebe für Insekten, weshalb er sich oft in der Nähe von Weidetieren aufhält.

Heidelerche

fh01

Die Heidelerche wird auch Lulllerche oder Heidenachtigall genannt. Sie sitzt als einzige Lerche auch auf Bäumen. Der Vogel ist etwa 15 cm lang, 29 cm breit, mit zartem Schnabel, kleinen Füßen, runden, breiten Flügeln und kurzer Tolle. Ihre Augen sind wie auch der Schnabel dunkelbraun.

Die Heidelerche ist heimisch in Mittel- und Südeuropa, in West- und Ostasien und in den Bergen von Nordafrika. Sie bevorzugt trockene, lichte Kiefernwälder mit großen freien Stellen und sandige Heidegebiete mit lockeren Baumbestand.

Ihre Nahrung besteht aus Knospen, grünen Pflanzenteile, Spinnen und Insekten. Der Gesang des Vogels ist überaus abwechslungsreich und besteht aus bis zu 100 unterschiedlichen Strophen, die in einer festgelegten Reihenfolge aneinandergereiht werden. Sie klingen sanft lullend und fallen in der Regel im Verlauf der Strophe leicht ab. Sie nistet zwei- bis dreimal von März bis Juni gut versteckt im Gras und legt 4-5 weißliche, grau und braun gescheckte Eier.


Heideschnucken

DSCF2696

Heidschnucken sind eine höchst genügsame Schafsrasse von mindestens sieben verschiedenen Einzelrassen. Der Sammelbegriff ist „Nordische Kurzschwänzige Heiderasse“. Die Hauptzuchtgebiete sind die norddeutsche Heide und Moorlandschaften sowie Schweden, die Bretagne, und die Insel Boreray in Großbritannien.

Mittlerweile haben die leicht zu haltenden Schafe  Verbreitung in ganz Europa gefunden. Einige Einzelrassen gelten als vom Aussterben bedrohte Haustierrassen, und ihre Haltung wird innerhalb der Europäischen Union subventioniert.

Das Haar der Grauen Gehörnten Heidschnucke ist gräulich und extrem lang, Beine, Schwanz und Kopf sind schwarz, die Lämmer werden schwarz geboren und färben sich im zweiten Jahr zur Elternfarbe. Es existieren allerdings auch weiße Varianten. Beide Geschlechter tragen Hörner.Früher gab es in den norddeutschen Herden sowohl graue und weiße als auch gehörnte und hornlose Schnucken. Diese wurden im zwanzigsten Jahrhundert durch Durchzüchtung zu den heute bekannten Rassen ausgeformt und dabei auch die Gewichte nahezu verdoppelt.


Wildbienen

h23

Bei dem Begriff „Biene“ denken die meisten Menschen sofort an die Honigbiene. Nur wenige wissen, dass es rund 500 „wilde“  Bienenarten in Deutschland gibt, die den meisten Menschen nicht bekannt sind. Sie werden in der Regel für Honigbienen oder andere Insekten gehalten, wenn man sie als Blütengäste wahrnimmt. Hummeln, die ebenfalls zu den Wildbienen zählen, bilden einjährige Völker und sind den meisten Menschen bekannt.

Die restlichen Arten bleiben dahingegen oft unauffällig denn sie leben allein. Jedes Weibchen baut sein eigenes Nest und versorgt den Nachwuchs allein und ohne Hilfe von Arbeiterinnen. Oft erleben die Weibchen den Schlupf ihres Nachwuchs nicht einmal mehr – sie geben ihren Eiern einen großen Vorrat an Pollen mit auf den Weg der für die gesamte Larvenentwicklung ausreichend ist. Die solitären Bienen sind kurzlebig, sie leben nur wenige Wochen. Je nach Art schlüpfen jedoch mehrere Generationen pro Jahr.

Einige erdnistende Arten bilden große Kolonien, bei denen ein Nest neben dem anderen liegt, so daß man denken könnte, man habe „Erdwespen“ im Rasen. Tatsächlich aber sind es tausende einzelner Nester, deren Bewohner trotz Stachels vollkommen harmlos sind. Die Tiere verteidigen ihre Nester nicht und bei den meisten Arten muß man das Tier schon zwischen den Fingern rollen ehe der dünne, schwache Stachel einen nadelstichartigen Stich verursachen kann.Nisthilfen aus Hartholz, Stein, Lehm und Bambusstengeln. Alle Wildbienenarten sind wie Hummeln nach der Bundesartenschutzverordnung  besonders geschützt.