Entstehung der Landschaft

Die Mehliger Heide liegt mitten im Pfälzer Wald. Bereits um das Jahr 1900 wurde der Wald aufgrund des gestiegenen Bedarfes an Holz durch die Bevölkerung in besonderem Maße gerodet und Ab 1912 wurde das Gebiet als Exerzierplatz genutzt. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges wurde das Gebiet von dem deutschen Militär als Truppenübungsplatz genutzt. Auch nach Kriegsende wurde das gebiet weiterhin militärisch genutzt – bis 1994 durch französische Truppen.

In der ca. 80 Jahre überdauernden militärische Nutzung wurden fast alle Bäume gerodet und die natürliche Bodenstruktur zerstört. Diese Zerstörung der Natur war der Grundstein für die Entstehung der Mehliger Heide. Nach der Räumung und Entschärfung des militärischen Übungsgeländes entwickelte sich die heutige Landschaft. So ist unbeabsichtigt ein ökologisch höchst wertvolles Gebiet entstanden.

Die Räumung des Gebietes fand zwischen 1992-1994 statt, Blindgänger könne jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Daher ist das betreten des Gebietes ausschließlich auf den ausgewiesenen Wegen erlaubt.

Mit dem Rückzug der menschlichen Einwirkung begann der Pfälzer Wald das Gebiet zurück zu erobern und die Heidelandschaft zu verdrängen. Um die Heidelandschaft in der heutigen Form zu erhalten ist menschliches Einwirken erforderlich. Die Landschaft wird daher auch als Kulturlandschaft bezeichnet. Im Jahr 2001 wurde das Gebiet als Naturschutzgebiet und Vogelschutzgebiet ausgewiesen und 2004 eine Stiftung zur Pflege der Mehliger Heide gegründet.